3% Rabatt mit dem Code MEHRWERTSTEUER (gültig vom 01.07. - 31.12.2020)

Weniger Plastik im Alltag - So können Sie ihren Verbrauch einfach reduzieren

Verzicht auf Plastik ist in aller Munde. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Plastikbestandteile und –zusätze finden sich in Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen, Haushaltshelfern und an vielen anderen Stellen im Alltag. Plastik ist praktisch – und gleichzeitig dreifach schädlich. Wie Sie mit einfachen Tipps Ihren Plastikverbrauch reduzieren können, zeigen wir Ihnen in diesem Beitrag.

Warum ist Plastik problematisch?

Plastik ist eine clevere Erfindung, die sowohl in der Industrie als auch in den Haushalten vieles einfacher macht. Doch nach jahrzentelangem Großverbrauch an Plastik stellen wir fest: Plastik mag praktisch sein, schadet jedoch auch in vielerlei Hinsicht. Die wesentlichen Gründe dafür sind:

Die Produktion von Plastik erfordert fossile Rohstoffe

Grundstoff der Plastikproduktion ist der fossile Rohstoff Erdöl. Erdöl ist über Millionen Jahre entstanden und in den Erdboden eingelagert worden. Seit den 1950er Jahren, als der Kunststoff PVC (Polyvinylchlorid) erfunden wurde, verbrauchen wir für die Plastikherstellung, die Produktion von Brennstoffen wie Benzin und andere Zwecke mehr Erdöl als die Natur erzeugen kann. Deshalb wird Erdöl auch als endlicher Rohstoff bezeichnet. Erdöl wird durch Destillation zu Rohbenzin umgewandelt. Daraus entsteht durch das sogenannte Cracking Ethylen, Butylen oder Propylen, was durch Synthese in Plastik umgewandelt wird.

Plastik stört das natürliche Hormonsystem

Im Alltag treffen wir vor allem auf Plastikverpackungen für Lebensmittel oder Kosmetik. Was wir essen, trinken und auf die Haut auftragen, steht also in intensivem Kontakt zu Plastik. Deshalb nimmt der Körper unweigerlich darin enthaltene Stoffe auf – sei es über die Nahrung oder die Haut, unser größtes Organ. Die sogenannten endokrinen Disruptoren können hormonartig wirken. Sie können zu Übergewicht, Allergien oder sogar Krebs führen. Ihre Wirkung setzt sich fort, wenn Plastik in der Natur abgebaut wird. Dann können die schädlichen Stoffe in die Umwelt, in die Luft und ins Trinkwasser geraten.
Foto: Angela Compagnone, Unsplash

Die Verrottung von Plastikabfall dauert bis zu 450 Jahre

Plastikabfall von Tüten, Flaschen und auch Mikroplastik wird in der Natur zwar kontinuierlich zerkleinert, kann aber nicht vollständig abgebaut werden. Das heißt, das alle Kunststoffartikel, die jemals hergestellt und nicht verbrannt werden, noch immer existieren. Im Meer können sie zum Verenden von Fischen und anderen Meerestieren führen. Im Wald schaden sie der Gesundheit und dem Leben von Landtieren. Sie verschlechtern auch die Bodenqualität und führen zu Unfruchtbarkeit. Nicht zuletzt gelangen diese Plastikreste in Form von Mikroplastik in unsere Nahrung, die Luft und unser Trinkwasser.

Wo Plastik überall versteckt ist

Wir sind täglich mit Plastik oder Kunststoff in Berührung. Selbst der To-Go-Kaffeebecher beim Café an der Ecke ist mit einer Kunststoffbeschichtung überzogen. Wer sich bewusst macht, wo Plastik überall drin steckt, kann ihn bewusster vermeiden. Einige Beispiele:
  • Peeling: Reinigende Kügelchen in manchen Peelings bestehen aus Plastik. Achten Sie auf die Angaben auf der Verpackung.
  • Klebstoffe: Die meisten Klebstoffe sind auf der Basis von Kunststoff, nämlich Polymer, hergestellt.
  • Textilien: Stoffe wie Nylon, Elasthan oder Polyester bestehen aus Plastik. Hersteller sind verpflichtet, die Fasern auf der Kleidung auszuweisen.
  • Recyclingpappe enthält Plastikreste
  • Papier: Manche Papierarten wie das Thermopapier für Kassenbons und Fahrkarten enthalten Plastik.
Ein komplett plastikfreies Leben ist schwierig und in vielerlei Hinsicht auch nicht wünschenswert. Schließlich sorgen Plastikteile unter anderem dafür, dass winzige Hörapparate ausgezeichnet funktionieren und Patienten lebensrettende Medizin injiziert werden kann. Eine deutliche Reduktion vermeidbaren Kunststoffverbrauchs ist allerdings notwendig, um die Ressourcen der Erde zu erhalten und unsere Gesundheit zu schützen.
Foto: Markus Spiske, Unsplash

Wieviel Plastik wird pro Jahr verbraucht?

Der WDR hat ermittelt, dass jeder Deutsche pro Jahr etwa 25 Flaschen Shampoo, Duschgel und Handseife verbraucht. Das ist nur ein Teil des Plastikverbrauchs im Badezimmer. Hinzu kommen Zahnpastatuben, Toilettenpapierverpackungen, gewaltige Mengen an Lebensmittelverpackungen, Waschmittelkanister und viele mehr. Insgesamt beläuft sich der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastik in Deutschland laut Statista.de auf etwa 39 Kilogramm. Das liegt deutlich über dem ohnehin hohen europäischen Durchschnitt von 33 Kilogramm pro Person.

Wie Sie Plastik im Badezimmer vermeiden können

Im Badezimmer können Sie Ihren Alltag mit weniger Plastik einfach und komfortabel beginnen. Fürs Duschen, Haare- und Händewaschen sowie Zähneputzen gibt es effektive, wohlduftende und pflegende Alternativen ohne Plastik.

Cremiges Duschen mit duftenden Seifen

Das Einseifen in Bad oder Dusche wird mit den herrlichen Badeseifen zur Wellness-Behandlung. Dabei kommen sowohl Verpackung als auch Produkt ohne Kunststoff aus und spülen damit auch kein Mikroplastik in den Abfluss.

Pflegendes Haarewaschen mit festem Shampoo oder Haarseife

Herrliche Haarpflege geht mit festem Shampoo oder Haarseifen ganz ohne Plastik. Achten Sie dabei auf die genaue Anwendung bei Ihrer Wasserhärte und dem indivdiuellen Haartyp, um ein perfektes Waschergebnis zu erreichen.

Gründliches Händewaschen mit Pflegeseifen

Am Waschbeckenrand glänzen unsere Handseifen nicht nur, weil ihnen Plastik gänzlich fehlt, sondern auch wegen ihrer tollen Aufmachung und des herrlichen Duftes.
Foto: Superkitina, Unsplash

Tipps für einen Alltag mit weniger Plastik

Den Kunststoffverbrauch im Alltag zu reduzieren, kann erstmal wie eine gewaltige Aufgabe erscheinen. Gehen Sie deshalb Schritt für Schritt vor. Eine kleine Änderung nach der anderen bewirkt auf Dauer eine Menge. Lassen Sie sich hier von einigen Tipps inspirieren:
  • Den Plastikverbrauch durch Mülltrennung transparent machen. Wer weiß, wieviel Plastikabfall er produziert, kann auch bewusst etwas dagegen tun. Die meisten werden überrascht sein.
  • Mit eigenen Beuteln, Netzen und Behältern einkaufen. Nehmen Sie konsequent nicht nur Mehrweg-Einkaufsbeutel aus Stoff in den Supermarkt mit, sondern auch Netze für Obst, Nüsse und Gemüse. In den immer weiter verbreiteten Unverpackt-Läden können Sie eigene Behälter mitbringen und umgehen die Verpackung damit ganz.
  • Vermeiden Sie Einweg-Plastikbecher, - Teller und –Besteck. Lassen Sie sich Ihren Kaffee für unterwegs in den eigenen Thermo-Becher füllen. Auch Take-Away-Speisen verpacken immer mehr Restaurants gern in mitgebrachte Behälter.
  • Kleidung aus Naturfasern kaufen. Baumwolle, Wolle, Leinen und Co. sind nicht nur umweltverträglicher, sondern auch angenehmer für die Haut. Achten Sie beim Kauf von Textilien auf die Zusammensetzung.
  • Reparieren, upcyceln, weiterverwenden. Nutzen Sie Ihre Gegenstände so lange wie möglich. Vieles lässt sich reparieren oder so umgestalten, dass es noch lange weiterverwendet werden kann und nicht gleich im Müll landet.